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Jörg Hanisch 05.03.2012 Red. Eisenhüttenstadt

Lebendige Zinnsoldaten

Eisenhüttenstadt (MOZ) Zu einem Ausflug in die Zeiten Friedrichs des Großen lädt das Städtische Museum seit Sonnabend ein. Gestaltet wurde dieser durch die Künstlergruppe Bogota. Unter dem Titel "...jeder nach seiner Facon" interpretieren K.T. Blumberg, Beate Hoerkins, Dieter Seitz und Ruth Stoltenberg in verschiedenen fotografischen Techniken das Postulat Friedrichs II. anlässlich seines 300. Geburtstages.

Neue Perspektiven: Klaus und Monika Rachow betrachen ein Bild von Dieter Seitz. Dieser lässt Zinnsoldaten lebendig werden. © Jörg Hanisch

Alle spannen dabei den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Während K.T. Blumberg in einer Art Triptychon und mit viel Lust auf Details alte Strenge und neue Freiheiten zusammenbringt, beschäftigt sich Dieter Seitz mit Friedrich II. als Feldherrn. Aus ganz anderer Sicht lässt er Zinnfiguren lebendig werden und stellt diese neben Szenen mit wirklichen Menschen in historischen Uniformen.

"Leid und Leidenschaft" ist ein drittes zu entdeckendes Kapitel aus dem Leben des großen Kurfürsten, gestaltet von Beate Hoerkins. Ute Stoltenberg begibt sich mit ihren Bildern auf Spurensuche des Wirkens Friedrichs im Hier und Heute.

Diese Ausstellung, organisiert von der Kulturlandjahrstiftung Brandenburg und eröffnet durch deren Vorsitzende Brigitte Faber-Schmidt, ist durchaus etwas Besonderes im Museum - und es lohnt sich auf jeden Fall für die Besucher, ihre eigenen Interpretationen zu den Fotos zu finden. Zu sehen waren diese Fotografien bisher nur in Potsdam zur Eröffnung des Kulturlandjahres 2012, in dem es natürlich um den 300. Geburtstag des Preußenkönigs geht.

Im Zusammenhang mit Friedrich II. wird es 2014 im Museum im Rahmen des Kulturlandjahres eine größere Sonderausstellung anlässlich des Wiener Kongresses 1814 geben, bei dem unter anderem die Grenzen von Preußen und Sachsen neu festgelegt wurden. Bekanntlich gehörte das heutige Fürstenberg einst auch zu Sachsen. Ein Wahrzeichen aus dieser Zeit steht übrigens noch in Guben: eine Sächsische Postmeilensäule.

Die Ausstellung ist noch bis zum 1. April zu sehen.

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